Natalia Castaneira Two bodies. One distance.

FR 17. September • 20:00 + SA 18. September • 18:00 ARGE tanz_house Studio 35 Minuten

Zwei Körper teilen sich einen Raum und ihre Körperlichkeit ändert sich, je nachdem, wie nah oder fern sie einander sind. Diese Körper reagieren auf Distanz, passen sich unterschiedlichen Formen an und treten auf unterschiedliche Weise in Beziehung. Körperlicher Kontakt ist Teil des Mechanismus, den wir nutzen, um unsere Beziehungen, Freundschaften und Familienzugehörigkeiten aufzubauen. Wie reagiert der Körper, wenn uns dieser Kontakt verweigert wird? Ist es möglich, auch ohne physischen Kontakt einem anderen Körper das Gefühl von Liebe, Sicher- heit und Komfort zu geben? Wie lange kann eine körperlich distanzierte Gesellschaft bestehen?

Die mexikanisch-spanische Choreographin und Performerin Natalia Castaneira hat bereits in ihrem ersten Gruppenstück Archive of the body mit Anna Bárbara Bonatto zusammengearbeitet. Im Duett Two bodies. One distance. führen sie ihre Kollaboration fort.

Natalia Castaneira wurde 1986 in Mexiko geboren. Sie studierte Tanz und Theater an verschiedenen Schulen in Barcelona, Brüssel und Mexiko. 2012 absolvierte sie ihre Ausbildung am SEAD in Salzburg.

Als Tänzerin war sie für zahlreiche mexikanische, spanische und österreichische Kompanien tätig. Zurzeit lebt sie in Salzburg, wo sie Tanz und Pilates unterrichtet und ihre Karriere als Choreographin weiterverfolgt.

Anna Bárbara Bonatto ist Performerin und Tänzerin mit brasilianischen, US-amerikanischen und italienischen Wurzeln. Sie hat Schauspiel in Los Angeles und Tanz in London studiert und die vierjährige Ausbildung am SEAD absolviert, nun lebt und arbeitet sie in Salzburg.

Two bodies share a space and their physicality changes according to how close or distant they are. These bodies react at a distance, adapt to different forms and relate in different ways. How does the body react when we are denied physical contact? How long can a distant society last?

Künstlerische Leitung & Konzept: Natalia Castaneira Choreographie & Tanz: Anna Bárbara Bonatto, Natalia Castaneira • Musik: Bach: The Goldberg Variations. Glenn Gould • Lichtdesign: Robert Herbe Förderer: Stadt Salzburg, Land Salzburg, SZENE Salzburg


Rosana Ribeiro Selva

FR 17. September • 20:00 + SA 18. September • 18:00 ARGE tanz_house Studio 45 Minuten

In einem Moment, in dem die Zeit stillsteht, zeigen wir eine Reise durch unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das Wissen darum, wer wir sind, ist verloren, doch unser instinktives Bewusstsein besitzt die Fähigkeit, sich dessen zu erinnern. Die Spuren unserer Vorfahren erzählen Geschichten, die uns Zeugen der Geburt neuer Zyklen werden lassen und die, zu einer einzigen Stimme verschmelzend, von Ursprüngen und Enden flüstern. Sie erscheinen uns als Staub und Schutt oder kalter, feuchter Boden. Können wir an unerwarteten Orten Stärke erkennen? Selva ist ein dichter Dschungel, der auf dem Weg, den Frauen in den letzten 100 Jahren unserer Gesellschaft beschritten haben, entstanden ist.

Rosana Ribeiro ist eine Choreographin portugiesisch-brasilianischer Herkunft. Seit 2021 lebt und arbeitet sie in Salzburg. Sie studierte an der Zirkusschule Chapitô in Lissabon und schloss ein Bachelorstudium an der Northern School of Contemporary Dance in Leeds ab. Als Tänzerin kollaborierte sie mit diversen Theatern und Künstler*innen, u.a. Cie.7273, Jean Abreu Dance, Hofesh Shechter. Ihre choreographische Arbeit verortet sich in der Welt des physischen Theaters und ist von Menschen, deren Geschichten und den Zeiten, in denen sie leben, inspiriert.

www.rosanaribeiro.com

In a moment suspended in time we share a journey through our past, present and future. The knowledge of who we are is lost, yet our instinctual consciousness has the power to recall it. Selva is a densely packed jungle grown out of the path women have been treading for the past 100 years of our society.

Konzept, Künstlerische Leitung & Performance: Rosana Ribeiro • Performance: Melissa Ugolini • Komposition & Sound Design: Peter Kastner • Kostüm: Sarah Chéu Licht: Nuno Meira  •  Künstlerische Beratung: Danny Rico, Verena Pircher, Marine Besnard • Förderer: Land Salzburg, SZENE Salzburg, Centro Nacional de Cultura


Michael Turinsky Precarious Moves

MO 20. September • 19:30 ARGE Saal 70 Minuten

In Precarious Moves setzt Michael Turinsky seine Untersuchungen widerständischer choreographischer Gesten im Entwerfen choreopolitischer Ästhetiken fort. Im Zentrum des ebenso biographisch wie konzeptuell angelegten Solos steht die Frage sowohl nach ganz eigenen persönlichen, als auch nach drängenden kollektiven Bedürfnissen und Notwendigkeiten in Bezug auf Mobilität und Mobilisierung, vor allem im Spannungsverhältnis von Bewegung und Umwelt, von Geste und Milieu. Changierend zwischen Organischem und Organisation, entfaltet sich Precarious Moves als ebenso ironische wie engagierte Erkundung jener seltsamen Schleife, die den Körper verbindet mit der sinnlichen Welt, durch die er sich bewegt.

Michael Turinsky lebt und arbeitet als Choreograph, Performer und Theoretiker in Wien. Sein Interesse gilt zum einen der eingehenden Auseinandersetzung mit der spezifischen Phänomenologie des als „behindert“ markierten Körpers, dessen spezifischen In-der-Welt-seins, dessen Verhältnis zu Zeitlichkeit und Rhythmus, Affekt und Affektproduktion, Geschlecht und Sexualität, Sichtbarkeit und Undurchsichtigkeit; und zum anderen der rigorosen Auseinandersetzung mit Diskursen rund um die produktive Spannung zwischen Politik und Ästhetik. Seine Kollaboration Ravemachine mit Doris Uhlich erhielt 2017 den Nestroy-Spezialpreis. Er hielt Vorträge und Workshops u.a. an den Universitäten Linz und Salzburg, an der College Art Association in New York und veröffentlichte in unterschiedlichen Fachzeitschriften und Journalen.

www.michaelturinsky.org

Oscillating between the organic and the organized, Precarious Moves unfolds as an ironic as well as engaged exploration of the precarious and sometimes strange relation between the moving body and its environment.

Konzept, Choreographie, Performance, Text & Lyrics: Michael Turinsky • Musik & Lyrics: Tian Rotteveel • Bühne & Kostümdesign: Jenny Schleif • Lichtdesign: Sveta Schwin • Dramaturgische Beratung: Gabrielle Cram • Production: GROUNDWORKERS // Anna Gräsel • Eine Koproduktion von: Michael Turinsky, Tanzquartier Wien, HAU Hebbel am Ufer Förderer: Stadt Wien Kultur, BMKOES


TRAK Dance Ensemble SKELETONS NICE

MO 20. September • 19:30 ARGE Saal 25 Minuten

SKELETONS NICE ist der Versuch zu beschreiben, was es heißt, in etwas gefangen zu sein, sei es die eigene Situation oder das eigene Skelett. Detailliert, chaotisch und zyklisch bewegt sich dieser Tanz zwischen Tatsache und theatralischer Fiktion. Es ist ein Porträt zweier Seelen, dargestellt von zwei sich bewegenden Körpern, die real, unvollkommen und unausweichlich menschlich sind.

Das Stück wurde choreographiert von Barnaby Booth für das TRAK Dance Ensemble. Booth kombiniert seine Fähigkeiten im Lichtdesign und in der dynamischen Bewegungskomposition und schafft Theaterwelten, mit denen er Themen der menschlichen sozialen Interaktion, Persönlichkeit und Psychologie erkunden und die wundersame Kraft der Vorstellungskraft und des Erzählens in unorthodoxer Form zelebrieren kann.

Barnaby Booth ist Choreograph und Lichtdesigner und in Großbritannien und international tätig. Er ist Absolvent der Northern School of Contemporary Dance und des SEAD. Sein energisches und nachdenkliches Solo We Do This. We Don't Talk (2017) gewann eine Reihe von Preisen beim Stuttgarter Internationalen Solofestival und beim Gdanski Festival Tanca in Polen. Er ist Associate Artist des TRAK Dance Ensemble (Österreich). Auftragsarbeiten mit Los Little Guys (USA/Mexiko), Northern School of Contemporary Dance (Großbritannien), Dantzaz Dance Company (Spanien), der English National Opera u.a.

www.barnabybooth.com

SKELETONS NICE is an attempt to describe what it means to be trapped in something, be it your own situation or your own skeleton. Detailed, chaotic and cyclical, this dance moves between fact and theatrical fiction. It is a portrait of two souls, represented by two moving bodies that are real, imperfect and inescapably human.

Choreographie: Barnaby Booth • Performance: Jadwiga Mordarska & Marcello Musini • Lichtdesign: Barnaby Booth • Künstlerische Leitung: Hector Palacios • Ko-Leitung: Stella Blanc • Produktion: TRAK Dance Ensemble Förderer: Stadt Salzburg, Land Salzburg


Lawine Torrèn THETIS – Stretching the Muscle of Time

Ausstellung • Präsentation

5. – 13. Oktober jeweils ab 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn im ARGE Foyer Freier Eintritt

Die Ausstellung basiert auf einem performativen Shooting für Film und Foto im Lienbacherbruch in Adnet Jahre alten Jura-Kalkes, Ablagerungen des Meeres Tethys, auf denen Salzburg und seine Umgebung ruht.

Das Projekt THETIS umfasst drei Teile. Wir befinden uns hier im zweiten Teil, in einer Präsentation der Fotos und Filme, die im ersten Schritt entstanden sind. Ausgewählte Bilder und Filmkader daraus nimmt wiederum der Bildhauer Peter Niedertscheider als Vorlage für jene Flachreliefs aus Marmor, die er im dritten Teil kommenden Frühling vorstellen wird. Wir nennen diese Darstellungs- und Schaffensform „Invisible Tale“. Im Hintergrund der impulsgebenden Performance steht eine Erzählung, die aber nur zu einem Teil in Erscheinung tritt. Ziel des Schaffens ist nicht die Performanz, sondern deren Abbild. Im erzählenden Abbild bleibt die Geschichte aufgehoben, ist aber zu einem Gutteil „unsichtbar“.

Lawine Torrèn ist ein Künstlernetzwerk unter der Leitung von Hubert Lepka. Tänzer, Schauspieler, Techniker, Filmer, Autoren, Grafiker, Photographen und Musiker kreieren Performances, die sich radikal vom herkömmlichen Bühnengeschehen und Event unterscheiden. Das Neue, das Unerwartete und gar das schier Unmögliche entstehen auf der Basis von handwerklicher Genauigkeit und Können.

www.lawinetorren.com

Dance is volatile. In the very moment of its bodily expression it evaporates. By condensing it in different steps (live performance, photo, video and at last sculptural relief) the project THETIS places dance within a time capsule.

Idee & Regie: Hubert Lepka • Choreographie & Tanz: Zoe Knights, Eftychia Stefanou, Simone Benini • Originalmusik: Alexander Bauer • Fotografie: Bernhard Müller, Magdalena Lepka • Film: Stefan Aglassinger • Bildhauer: Peter Niedertscheider • Produktion: Eine Kooperation mit: SZENE Salzburg und tanz_house festival Unterstützt durch: Stadt Salzburg, Land Salzburg, BMKÖS, Kiefer Marmor Industrie, Gemeinde Adnet


Tomaž Simatovič & András Mescerics Good Question

DI 5. + MI 6. Oktober • 18:00 ARGE tanz_house Studio 100 Minuten


Good Question ist ein Hinweis auf den Zustand der Ahnungslosigkeit, wenn man Schwierigkeiten begegnet, den Zustand der Achtsamkeit im Unbekannten und den Zustand des Seins bei der Suche nach der Antwort. Wie oft wurde Ihnen eine Frage gestellt, deren Antwort unmöglich schien? Gute Frage.

In dieser performativen Studie untersuchen zwei Tänzer Situationen der Schwerkraft als Medien für Verbundenheit und radikale Veränderung, während sie Tarot und den Körper als zwei reflektierende Werkzeuge erforschen.

Das Publikum wird eingeladen, als Studienpartner teilzunehmen, Fragen zu stellen und auf die Antwort zu warten. Was wird Ihre Frage sein? Welche radikale Veränderung erwarten Sie? Was wird der darstellende Körper verraten?

Tomaž Simatovič, Choreograph, Performance-Künstler und Tänzer, entwickelt seine Arbeit auch durch Schreiben und Lehren und gelegentlich als Dramaturg und Mentor.

András Mescerics, Musiker, Dichter und Tänzer, beschäftigt sich künstlerisch auch mit Weisheitstraditionen wie Tarot und hellenistischer Astrologie.

̌̈The Performing Solidarity Project, Extraordinarily Intolerable, Shrinking Space, bodyspeaking, Descent).

Laboratory for Participative Imaginaries

www.tomaz-simatovic.com

Gravity, connectedness and radical change. Tarot, body, reflection. Performative study for two dancers and the audience. What will be your question? What radical change do you await?

Konzept, Recherche, Performance: Tomaž Simatovič & András Mescerics • Komposition: András Meszerics Dramaturgie: Tomaž Simatovič • Koproduktion: tanz_house Salzburg • Förderer: Land Salzburg


CieLAROQUE/helene weinzierl Random Circles

DI 5. Oktober • 20:00 ARGE Saal 50 Minuten

Gemeinsam mit dem Maler, Bildhauer und Performer Helge Leiberg und den Musiker*innen Jordina Millá und Oliver Stotz begeht CieLAROQUE Neuland und präsentiert eine Performance in Form einer strukturierten Improvisation. Die Fläche ist da, ein leeres Blatt Papier. Die sechs Performer*innen bewegen sich wie Stifte oder Pinsel oder vielleicht doch etwas ganz anderes? Sind sie nur Werkzeuge oder definieren sie durch ihre Gegenwart den Inhalt des Stückes und prägen so unsere Erwartungen? Oder überlagern, erfüllen, konterkarieren, löschen sie diese Erwartungen völlig aus? Es stellen sich Fragen. Wird es ein Bild sein, das entsteht? Ist es abstrakt oder konkret oder findet es überhaupt nur im Kopf statt? Wodurch definiert sich der Inhalt? Entsteht eine komplette Verwirrung oder gibt es doch klare Punkte, die sich verbinden? Random Circles ist ein Cocktail, der sich immer neu erfindet.

Helene Weinzierl gründete 1995 CieLAROQUE, eines der meisttourenden Ensembles der österreichischen Tanzszene. Die Kompanie wurde mit mehreren nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Viele der Produktionen beschäftigen sich mit gesellschaftspolitisch relevanten Themen.

Helge Leiberg, Maler, Bildhauer, Musiker und Performer, studierte in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste. Sein Interesse gilt neben klassischen Bildmedien der medialen Verbindung von Bildender Kunst mit Tanz/Schauspiel/Film/Musik und Literatur. Seit 1980 Zusammenarbeit mit der Tänzerin und Opernregisseurin Arila Siegert. Projekte mit zahlreichen internationalen Künstler*innen. Seine Ausstellungen sind weltweit zu sehen. 2013 erhielt er den Brandenburger Kunstpreis für Malerei.

www.cielaroque.com

www.helgeleiberg.com

Together the painter, sculptor and performer Helge Leiberg and the musicians Jordina Millá and Oliver Stotz, CieLAROQUE is working on an improvisational performance, an experiment, a puzzle landscape with focus on physical intensity, abstraction, connection and collision which creates an energetic maelstrom of the space, the artists and the audience

Konzeption, künstlerische Leitung: Helene Weinzierl • Performer*innen: Azahara Sanz Jara, Alberto Cissello, Luan de Lima, Jolyane Langlois, Verena Pircher, Eli Hooker • Live-Malerei am Overheadprojektor: Helge Leiberg Live-Musik: Oliver Stotz & Jordina Milla Licht: Peter Thalhamer Koproduktion: CieLAROQUE und tanzimpulse Salzburg • Förderer: Stadt Salzburg, Land Salzburg, BMKOES


editta braun company long life

DO 7. Oktober • 20:00 ARGE Saal 60 Minuten

Die eine ist 74, sie hat ein langes Leben hinter und ein kurzes vor sich. Die andere ist 34 - schon ziemlich alt, findet sie, und doch scheint das Ende in weiter Ferne zu liegen: Schauspielerin Myrto Dimitriadou und Tänzerin Cat Jimenez. Ein 80-jähriger Baum ist gerade mal im Jünglingsalter und hat noch viel vor sich – wenn wir ihn wachsen lassen. long life verwebt die Lebenslinien der beiden Frauen vor dem Hintergrund eines imaginierten, weltumspannenden Netzwerks der Bäume, der vielleicht sozialsten Wesen dieses Planeten.  

Die Choreographin und Regisseurin Editta Braun gründete 1982 gemeinsam mit Beda Percht das Performance-Kollektiv „Vorgänge“, aus dem 1989 die editta braun company hervorging. Seither jährliche Kreationen, weltweit auf Tour, internat. Kooperationen, ab 1996 enge Zusammenarbeit mit Thierry Zaboitzeff (Musik, Komposition). Lehrtätigkeit u.a. in Linz, Salzburg und Wien. 2014 Internat. Preis für Kunst und Kultur (Stadt Salzburg), 2017 Großer Kunstpreis für Darstellende Kunst (Land Salzburg).

Myrtó Dimitriádou, geboren 1946 in Griechenland, Tänzerin, Regisseurin und Schauspielerin, lebt und arbeitet in Salzburg. Gründerin (1984) und Leiterin (bis 2018) des Toihaus Theater Salzburg. Internationale Tourneen und zahlreiche Auszeichnungen.

Cat Jimenez, 1986 auf den Philippinen geboren, kam als Vierjährige nach Österreich. Seit 2015 hauptsächlich im Theater aktiv, vereint sie Expressivität des HipHop und minimalistische Ästhetik zeitgenössischer Kunst.

www.editta-braun.com

www.whadupcat.tumblr.com

The traces of a human life, 74-year-old Myrto Dimitriadou, reflected by a young woman and set against the backdrop of an imagined, world-spanning network of long-living trees.

Performance: Myrtó Dimitriádou, Cat Jimenez Künstl. Leitung, Choreographie, Bühne, Visuals: Editta Braun Komposition, Arrangement Covers: Thierry Zaboitzeff • Lichtdesign, technische Leitung: Thomas Hinterberger •  Dramaturgie: Gerda Poschmann-Reichenau • Texte: e b c & Josef Wittmann • Technische Assistenz: Benedikt Gassner Schneiderei: Lili Brit Pfeiffer, Cvetanka Mojsovski • Vertrieb: Antje Papke Dank an: SZENE Salzburg und ARGEkultur • Förderer: Stadt Salzburg, Land Salzburg, BMKOES


Katharina Senk & Richard Eigner states of readiness

FR 8. Oktober • 19:00 ARGE Studio 30–40 Minuten

states of readiness widmet sich menschlichen, bewegten und klingenden Standby-Zuständen. In der Tanz- und Musikperformance laden Katharina Senk und Richard Eigner das Publikum ein, den Dualismus von Aktivität und Passivität und die zahlreichen Nuancen, die innerhalb dieser beiden Pole existieren, wahrzunehmen. Besonders nach diesem Jahr, das geprägt war von Zuständen des Wartens und des Bereit-Seins bzw. des Bereit-Bleibens verbreiterte das Wort Standby für die beiden Künstler*innen durch die gelebte Erfahrung der gegenwärtigen Pandemie seine Bedeutung. Das Duo bietet musikalische und körperliche (Neu-)Interpretationen des Standby-Begriffes an, indem der Bereitschaftsbegriff dem digitalisierten (Be-)Deutungsraum entzogen und im zwischenmenschlichen und auch interdisziplinären Beziehungsraum neu verhandelt wird.

Richard Eigner bewegt sich als Komponist, Klangkünstler und Perkussionist an der Schnittstelle zwischen experimenteller akustischer Musik und digitalen Klanginstallationen – stets auf der Suche nach unentdeckten Timbres. Doktoratsstudium der Philosophie an der Kunstuniversität Linz und der Universität für angewandte Kunst Wien mit dem Thema „Denoising Field Recordings. Die Entlärmung des Lärms“. Rege internationale Konzerttätigkeit mit seinem Ensemble Ritornell.

Katharina Senk ist österreichische Tänzerin, Choreographin und Pädagogin und lebt in Wien. Sie performte für Doris Uhlich, Florentina Holzinger, Georg Blaschke, Anton Lachky u.a. In ihrem künstlerischen Schaffen arbeitet Katharina an der Verbindung ihres Interesses an (Post-)Humanismus, intersektionalem Feminismus und Social Justice mit ihrem Wissen aus den Bereichen Tanz, Bewegung und Kampfkunst.

www.richard.ritornell.at

www.katharinasenk.com

states of readiness addresses human, moved and sounding standby-modes and invites the audience to physically perceive the dualism of activity and passivity and the numerous nuances which exist in between these two opposite poles.

Tanz & Performance: Katharina Senk • Musik & Performance: Richard Eigner Konzept & Idee: Katharina Senk & Richard Eigner • Koproduktion: ARGEkultur Salzburg


Iris Heitzinger mit Group LaBolsa

Umherirrende Porträts Salzburg

SA 9. Oktober • 20:00 ARGE Saal 60 Minuten

Der Akt des Porträtierens, wie wir ihn aus der Malerei, Fotografie, plastischen oder audiovisuellen Kunst kennen, bietet seinem dargestellten Subjekt einen intimen Rahmen und offenbart dessen Einzigartigkeit. Gleichzeitig enthüllt das Porträt aber auch die Porträtist*innen, deren Interesse, Obsessionen und deren Wunsch, innerhalb des eigenen Kunstwerks oder durch ebendieses zu existieren. Was wird versteckt? Was darf an die Oberfläche dringen?

Heitzinger und Group LaBolsa schlagen ein inszeniertes, kollektives Porträt vor, das die Fragilität des Individuums innerhalb der Gruppe und die Notwendigkeit der Menschheit widerspiegelt, Teil von etwas zu sein, das größer ist als das Selbst.

Iris Heitzinger ist freischaffende Choreographin, Tänzerin und Pädagogin. Kreiert eigene Arbeiten seit 2008, unterrichtet zeitgenössischen Tanz und Komposition weltweit. Ihre Arbeit basiert auf interdisziplinären Kollaborationen, die das spontan-kreative Potenzial des Körpers in Systemen der Komposition in Echtzeit erforschen.

Group LaBolsa ist ein Künstler*innenkollektiv, das 2012 in Barcelona gegründet wurde. Ihre erste Kreation The Measure of Disorder entstand in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Thomas Hauert (Cie. ZOO). Die Premiere wurde 2015 in Koproduktion mit dem Festival Grec Barcelona, Charleroi-Danse Brüssel und dem Theater Brigittines Brüssel gefeiert. Seither forscht Group LaBolsa in regelmäßigen Zusammenkünften an einer Methode für Live-Improvisation und -Komposition.

www.irisheitzinger.com

www.grouplabolsa.com

A journey on the idea of a scenic portrait, which reflects on the sensitive human condition, the fragility of the individual within the collective and the need to belong to something beyond the individual.

Künstlerische Leitung: Iris Heitzinger mit Group LaBolsa • Live-Kreation: Natalia Jiménez, Xavi Moreno, Federica Porello, Mireia de Querol, Iris Heitzinger, Anna Rubirola, Cecilia Colacrai, Joana Serra/Irene Ferrer Sounddesign: Federica Porello, Group LaBolsa • Soundtechnik: Pablo (Mo)Ramírez Lichtdesign: Joana Serra, Irene Ferrer • Kostüm: Group LaBolsa • Künstlerische Begleitung: Company Mal Pelo • Foto/Video: Tristán Peréz Martin •  Kollaboration Text: Jose Luís de Blas Produktion: Verein kunstHupferei, Rita Stivala Dank an: l'animal a l'esquena, Company Mal Pelo, Verein kunstHupferei/Salzburg Förderer: Stadt Salzburg, Land Salzburg


b.m-w dance company Hungry Eyes

SO 10. Oktober • 20:00 ARGE tanz_house Studio 40 Minuten

Hungry Eyes ist eine tänzerische Auseinandersetzung mit der Sexualität der Frau. Von der nackten Gier, dem unbändigen Begehren, der feurigen Lust bis hin zur sinnlichen Liebe. Drei Tänzerinnen, ein Musiker und eine Sprecherin schaffen ein offenes Spielfeld, das die individuelle, lebendige und lustvoll gelebte Sexualität der Frau der Stigmatisierung der Frau als funktionierendes Objekt gegenüberstellt. Sexwissen ist hilfreich. Frau wirkt aktiv mit! Humorvoll, mit Augenzwinkern und Hingabe, fein und sinnlich wird der somatisch erspürte Zugang zur Sexualität der vorgespielten, perfekten Sexualität entgegensetzt und der Würde- raum der Frau zur Diskussion gestellt.

Birgit Mühlmann-Wieser (BA Hons) ist seit 2005 künstlerische Leiterin der b.m-w dance company in Salzburg. Sie widmet sich seither mit der Company speziellen psycho-sozialen Themen und zeitgenössischem Tanz sowie experimentellen, intermedia- len Kooperationen. Sie ist in intensivem Austausch mit international tätigen Künstler*innen aus anderen Sparten.

www.bmw-dance.com

Hungry Eyes is an artistic exploration of women's sexuality. It ranges from naked greed to irrepressible desire, fiery lust to sensual love. An open playing field is created, a space for women's dignity is discussed.

Idee: Birgit Mühlmann-Wieser, Hildegard Starlinger • Regie, Konzept, Choreographie: Birgit Mühlmann-Wieser • Kreation, Tanz: Verena Pircher, Gail Skrela Hetzer, Azahara Sanz Jara • Sprecherin: Hildegard Starlinger • Sound: Gustavo Petek • Lichtdesign: Robert Herbe • Video: Nicole Baïer • Sound: Gustavo Petek, Robert Kainar • Dramaturgische Unterstützung: Tomaž Simatović • Kostümberatung: Janett Sumbera • Produktion: b.m-w dance company Dank an: Toihaus Theater, SZENE Salzburg, tanz_house • Förderer: Stadt Salzburg, Land Salzburg, BMKOES


Anna Maria Müller wild hunt/Screenshot

SO 10. Oktober • 20:00 ARGE tanz_house Studio 10 Minuten

wild hunt/Screenshot ist ein Film, der das Bühnenstück wild hunt filmisch übersetzt. Abstrakt, frei und experimentell zeichnet sich eine düstere Atmosphäre, die von Überwachung, Digitalisierung und dem Überschreiten von eigenen Grenzen erzählt. Wo haben Qualitäten wie Wildheit, Instinkt, Intuition in unserer digitalisierten Welt noch Platz? Was passiert mit uns, wenn wir diese zeigen? Wie schafft man den Spagat, einer Gesellschaft, einer Gruppe, einem Sinus-Milieu zugehörig zu sein und gleichzeitig die so groß propagierte Individualität zu erhalten? Wo verliert man sich in der Suche nach Individualität, die oft weit über unsere Grenzen hinausgeht?

Anna Maria Müller, geboren in Salzburg, Ausbildung in London, Linz und Wien in verschiedensten Tanzstilen und Ausdrucks- formen. Seit Jahren ist Anna als Tänzerin und Performerin mit vielen unterschiedlichen Choreograph*innen und Regisseur*innen tätig. Seit 2007 macht Anna immer wieder eigene Projekte, die sich durch eine starke Körperlichkeit auszeichnen.

wild hunt/Screenshot is a short film translating the stageversion of wild hunt into a film. Abstracted and experimental, it is drawing a dark atmosphere, telling of survelleince, digitalisation and individual borders.

Konzept, Choreographie: Anna Müller, Eva Müller • Lichtdesign, Visualdesign: Beto de Christo Kamera: Günther Kresser, Andreas Leitner • Schnitt: Andreas Leitner • Postproduktion: Günther Kresser Musik: Lissie Rettenwander (Stimme), Fabian Lanzmaier (elektronische Musik)• Tanz: Anna Müller, Eva Müller, Emanuelle Vinh • Zusätzliche Darsteller (Rudel): Manfred Mühlmann, Rudi Palme, Eva Wöhrle, Franziska Hauser, Miriam Tiefenbrunner


Anna Bárbara Bonatto & Markos Destefanos 2x2

MO 11. Oktober • 20:00 ARGE Saal 20 Minuten

2x2 ist eine improvisatorische Performance einer Tänzerin und eines Gitarristen, die vom Klanguniversum des zeitgenössischen Komponisten Leo Brouwer inspiriert ist. Die vier Sätze des Stückes erkunden die vier verschiedenen möglichen Kombinationen zweier Elemente. In diesem Fall werden Handeln (+) und Trägheit (-) in Bewegung und Klang übersetzt. Der erste Satz der Komposition (+ -) untersucht den Raum, den die Bewe- gung einnehmen kann. Wie viel Volumen kann der Körper produzieren, während die Klanglandschaft im statischen Modus bleibt? Im zweiten Teil (- -) betreten sowohl Klang als auch Bewegung das Gebiet der Trägheit. Wie ausdrucksstark kann der Mangel an Aktivität sein? Der dritte Satz  (- +) befasst sich mit einer dissonanten Klangwelt. Was wird erlebt, wenn die Ränder der Musik und die Kurven der Bewegung sich treffen? Im letzten Satz der Komposition (+ +) bilden Bewegung und Klang zusammen eine endgültige Synthese. Kann noch irgendeine Form von Geräumigkeit im abstrakten Sinn erlebt werden, wenn Musik und Tanz sehr einnehmend sind?

Bárbara Bonatto ist Performerin und Tänzerin mit brasilianischen, US-amerikanischen und italienischen Wurzeln. Sie hat Schauspiel in Los Angeles und Tanz in London studiert und die vierjährige Ausbildung am SEAD absolviert, nun lebt und arbeitet sie in Salzburg.

Markos Destefanos ist ein klassisch ausgebildeter Musiker mit einem ausgeprägten Interesse an interdisziplinären Beziehungen zwischen den unterschiedlichsten Künsten.

2x2 is an improvisatory performance for one dancer and one guitarist inspired by the sonic universe of the contemporary composer, Leo Brouwer, that explores duality as an expressive tool in dance and music.

Konzept: Markos Destefanos & Anna Barbara Bonatto Tanz: Bárbara Bonatto Musik: Leo Brouwer, Markos Destefanos Dank an: Take the A-Train Festival, Toihaus & SZENE Salzburg • Förderer: Land Salzburg


CocoonDance VIS MOTRIX

MO 11. Oktober • 20:00 ARGE Saal 40 Minuten

Mit der Produktion VIS MOTRIX erschafft die CocoonDance Company ebenso bizarre wie faszinierende Wesen. Wie aus einer anderen Welt bewegen sie sich durch den Raum, werden zu einem Organismus aus Mensch und Maschine und erzeugen einen hypnotischen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Was ist die bewegende Kraft, die Seele (vis motrix), der Bewegungen dieser Hybridwesen?

CocoonDance setzt mit der Produktion die Suche nach dem noch „ungedachten“ Körper fort: Transhumanismus als traumatischer Tanzreigen, der unser Unbewusstes nicht unberührt lässt. Eingeladen zur Tanzplattform Deutschland 2020 in München und nominiert als Aufführung des Jahres in der Kritikerumfrage des Fachmagazins tanz 2019: „Ein Werk von hypnotischer Bewegungsintelligenz.“ (Jahrbuch tanz 2019)

CocoonDance ist aktuell eine der aufregendsten zeitgenössischen Tanzkompanien in Deutschland. Nach zwanzig Jahren künstlerischer Arbeit entwickelt sich die Gruppe um die Choreographin Rafaële Giovanola und den Dramaturgen Rainald Endraß unbeirrt weiter und verhandelt zeitgenössische Themen künstlerisch-progressiv auf höchstem Niveau.

www.cocoondance.de

VIS MOTRIX creates some strange as well as fascinating beings. The dancers seem to come from another world, they move through space and merge into an organism, a mixture of human being and machine, creating a hypnotic power that one cannot escape.

Performance: Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Tanja Marin Friðjonsdottir, Anna Kempin • Choreographie: Rafaële Giovanola • Komposition: Franco Mento • Lichtdesign, Raum: Gregor Glogowski  • Gastspielbetreuung, Musik: Leonardo Rodrigues • Technik: Peter Behle • Kostüme: CocoonDance • Kostümberatung: Mathilde Grebot • Dramaturgie: Rainald Endraß • Management: Mechtild Tellmann • Kooperation: Förderer: Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, Bundesstadt Bonn und im Rahmen des TRIENNALE- Residenzprogramms Théâtre du Valais, Le Conseil de la Culture Etat du Valais, La Loterie Romande  


Julia Schwarzbach Dear you

DI 12. + MI 13. Oktober • 19:00 ARGE tanz_house Studio 50 Minuten

Dear you ist ein Solo, in dem eine Tänzerin in die Schichten der choreographischen und performativen Praktiken vordringt, die sie in und mit sich trägt. Sprechend und tanzend erkundet Julia Schwarzbach die Spuren von Wörtern, Bewegungen, Gefühlen und Bildern, die ihr tanzender Körper im Hier und Jetzt trägt, und verkörpert das Vergehen von Zeit, Erinnerung, Verlust und Akzeptanz. Die Figuren, die in ihrem Körper wohnen – Lehrer, Komplizen, Geliebte und auch nicht-menschliche Präsenzen – sowie das Publikum werden zu einer Leinwand für eine Choreographie des Moments, die versucht, niemals gleich auszusehen.

Julia Schwarzbach ist eine in Salzburg ansässige Performerin, Choreographin und Dozentin. Sie hat international mit renommierten Künstler*innen wie Sasha Waltz, Tania Bruguera und Ivana Müller gearbeitet und produziert seit 2009 ihre eigenen Arbeiten. 2016–2020 wurde sie von der SZENE Salzburg im Rahmen des apap- Performing Europe 2020 Netzwerks unterstützt. Sie unterrichtet u. a. am Mozarteum Salzburg und der ZHdK Zürich.

www.juliaschwarzbach.com

Performing the embodiment of time passing, memory, loss and acceptance.

Konzept, Performance: Julia Schwarzbach • Dramaturgie: Anna Leon Set-Design: Sam Beklik • Foto/Video: Jannik Gröger Dank an: SZENE Salzburg • Förderer: Stadt Salzburg, Land Salzburg


Anna Maria Müller Telling a Story

MI 13. Oktober • 20:00 ARGE Saal 25 Minuten

Mittels somatischer Recherche bastelt Anna Maria Müller einen Grenzgang, der innere Erlebniswelten auslotet. Ausgehend von Recherchen zur historischen Einbettung des Begriffs „Wahnsinn“ endete der inhaltliche Prozess bei der Verarbeitung von persönlichen Grenzerfahrungen. Wo im Körper sind Extremerfahrungen abgespeichert? Wie weit kann ich mit somatischem Sensorium auf Vergangenes zurückgreifen? Wie bringe ich diese Körperempfindungen in einen künstlerischen Ausdruck? Diese Fragen führen zu einer 20-minütigen Tanzperformance, die einen persönlichen und intimen Rahmen schafft und auf abstrakte Weise über einen Abschnitt aus dem Leben der Tänzerin erzählt.

Anna Maria Müller, geboren in Salzburg, Ausbildung in London, Linz und Wien in verschiedensten Tanzstilen und Ausdrucksformen. Seit Jahren ist Anna als Tänzerin und Performerin mit vielen unterschiedlichen Choreograph*innen und Regisseur*innen tätig. Seit 2007 macht Anna immer wieder eigene Projekte, die sich durch eine starke Körperlichkeit auszeichnen.

Paolo Baccarani studierte in seiner Jugend sowohl klassisches Ballett in Mailand als auch modernen und zeitgenössischen Tanz in Europa und den U.S.A. Er war zudem viele Jahre lang Tänzer und Choreograph in der italienischen Tanzkompanie Corte Sconta. Danach tanzte er u.a. in vielen eigenen Tanzstücken, seit 2014 im Rahmen vom Kollektiv OFFTANZ Tirol, das er mitbegründet hat.

Intense and direct, this dance solo is telling a short story found in the biographic history of the dancer. Together with the live music of Fabian Lanzmaier, Anna Maria Müller will take you on her journey of somatic memories.

Konzept, Idee, Tanz: Anna Maria Müller • Idee, Choreographische Führung: Paolo Baccarani • Musik: Fabian Lanzmaier • Licht: Hannes Lichtenfels • Ausstattung: Mathias Hirschhuber Dank an: tanz_house Salzburg • Förderer: Stadt Salzburg, Land Salzburg


12H Dance/Moonsuk Choi & Yamila Khodr 360°

MI 13. Oktober • 20:00 ARGE Saal 50 Minuten

Im Hintergrund hört man die berühmten Liedzeilen „No soy de aquí, ni soy de allá“ (ich bin weder von hier noch von dort) von Facundo Cabral, dem verstorbenen Bob Dylan Lateinamerikas, ein Wanderer zwischen den Welten. Passen wir uns unterschiedlichen Realitäten an oder befinden wir uns immer „dazwischen“? Dieses Dazwischen ist genau der Zustand, den die Tanzperformance 360° erkunden möchte. Ausgehend von ihren persönlichen Migrationsgeschichten beschäftigen sich vier Tänzer*innen mit Themen von Neuanfängen, Entwurzelung und Anpassungsprozessen. Wer sind wir, wo kommen wir her, was lassen wir zurück? Es ist eine Suche voller Hindernisse und Fragen, zwischen Hoffnung und Enttäuschung, Erinnerungen und Träume, Süden und Norden, Osten und Westen. Immer auf dem Weg dazwischen. Eine ständige Reise, ein Leben im Transit. Es ist ein Spiel des sich Positionierens, von wechselnden Richtungen und Beziehungen zueinander.

12 hours: Das sind die 12 Stunden Zeitunterschied zwischen Südkorea und Argentinien. 360°: Das ist ein ewiges Kreisen, eine ständige Bewegung, ein Rad, das sich immer weiterdreht.

Die Kompanie 12H Dance, mit Sitz in Berlin, wurde von Yamila Khodr, Choreographin und Tänzerin mit argentinisch-deutschen Wurzeln, und dem südkoreanischen Tänzer und Chororeographen Moonsuk Choi gegründet. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf den verschiedenen Aspekten des menschlichen Daseins und erkundet die Komplexität unserer Emotionen und Widersprüche auf sinnliche, poetische und humorvolle Weise.

www.12hdance.com

Based on their personal migration stories, four dancers deal with topics of new beginnings, uprooting and adaptation processes. Who are we, where do we come from, what do we leave behind? It is a search full of obstacles and questions, between hope and disappointment, memory and dreams, south and north, east and west. Always on the way in between. A constant journey, a life in transit.

Künstlerische Leitung: Moonsuk Choi, Yamila Khodr • Choreographie: Moonsuk Choi und Yamila Khodr, in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen • Performance: Uwe Brauns, Heamin Jung, Sami Similae, Junghwi Park • Musikkomposition & Arrangement: Albrecht Ziepert • Lichtdesign: Benjamin Schälike • Kostüme: Yamila Khodr, Moonsuk Choi • Produktion: 12H Dance production Förderer: NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz International, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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